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Corona-und kein Ende in Sicht?

Corona – und kein Ende in Sicht?                                               

Wilfried Dubbels

 

 

Im Dezember 2019 wurde der Ausbruch einer neuen Lungenentzündung mit damals noch unbekannter Ursache in Wuhan (China) bestätigt. Die Krankheit entwickelte sich im Januar unter der Bezeichnung Covid-19 zur Epidemie in ganz China. Verursacht wurde die Erkrankung durch eine Infektion mit dem bis dato unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2. Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt und seitdem verfolgt uns das Thema tagtäglich. Die Medien sorgen seit Monaten dafür, dass das gefühlte Risiko wesentlich höher ist als das tatsächliche, indem das Thema mit ständig neuen Meldungen „angeheizt“ wird.    

 

Zu den Fakten: Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) verläuft in der Mehrzahl der Fälle ohne jegliche Symptome, das heißt, mehr als die Hälfte der Infizierten merkt überhaupt nichts davon. Die genauen Zahlen hierzu sind nicht zu ermitteln, da wir noch immer nicht die genaue Durchseuchung der Bevölkerungen kennen und somit auch alle Berechnungen genauer Prozentzahlen ins Leere gehen. 50-60 % asymptomatische Verläufe sind die «ungünstigen» Schätzungen, 95 % die «günstigen». Aber eben – wir wissen es nicht genau. Das sind alles Hochrechnungen und Schätzungen. Die Zahlen und Grafiken des RKI in den Monaten März und April waren auch nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, sondern nur ein Ausschnitt von überwiegend Covid-19 Erkrankten, die heftige Symptome aufwiesen. SARS-CoV-2 Infizierte ohne Symptome oder mit leichten Symptomen wurden damals noch nicht erfasst. Nur offensichtliche Fälle, und nur wenn nachgewiesen werden konnte, dass man sich in einem Hotspot (z.B. Ischgl oder Karneval) aufgehalten hatte. Wie ich von einigen Betroffenen erfahren habe, musste man sich zu der Zeit die Tests geradezu erbetteln. Hinzu kam, dass die Politiker und Virologen bei der Auswertung der Tests immer wieder unterschiedliche Faktoren als maßgeblich genannt haben. Das führte nicht nur zu Irritationen und Unsicherheiten, sondern auch zu unnötigen Ängsten und Panik in der Bevölkerung. Zu Anfang der Krise ging es angeblich nur darum, eine Lage wie z.B. in Italien zu verhindern, dann war die Verdopplungszahl der Infektionen der entscheidende Faktor, danach die Reproduktionszahl und jetzt ist es die Anzahl der Neuinfektionen, die man leicht manipulieren kann, indem man ganz einfach die Anzahl der Tests erhöht. Weltweit gelten PCR- Tests als Goldstandard. Der PCR-Test weist jedoch lediglich Viruspartikel auf den Schleimhäuten nach. Das heißt aber noch lange nicht, dass eine Infektion vorliegen muss. Dazu müsste man das Virus direkt nachweisen und das kann nur ein Antigen-Test (nicht zu verwechseln mit dem Antikörper-Test, der eine überstandene Infektion nachweist). Ein weiterer Vorteil des Antigen-Tests wäre das schnelle Ergebnis. Der Test wäre daher für Schnelltestungen z.B. beim Klinikpersonal, Pflegepersonal und Besuchern von Seniorenheimen und Kliniken geeignet. Leider gibt es z. Zt. noch keinen zuverlässigen Antigen-Test, der sichere Ergebnisse bringt. Die Pharma-Firmen arbeiten daran! Man sollte sich aber ohnehin nicht nur auf die Neuinfizierten konzentrieren, sondern vielmehr auch auf die tatsächlich Erkrankten, und bei diesen Patienten bevorstehende schwere Verläufe rechtzeitig erkennen, um sie gezielt behandeln zu können. Sicherlich wird zum Herbst die Fallzahl naturgemäß erneut steigen. Das sollte uns aber nicht beunruhigen. „Ich plädiere für eine Ampel, die sich nicht an den Infektionszahlen, sondern an den mit Coronapatienten belegten stationären Betten orientiert,“ betont Prof. Streeck in einem Zeitungsinterview.

 

Das gefühlte Risiko ist wesentlich höher als das tatsächliche.

 

Die ansteigende Zahl der Neuinfektionen sollte eher als Erfolgsmeldung verstanden werden und nicht als Warnung, da trotz Erhöhung der Zahl an Neuinfektionen der Anteil der stationär behandelten Patienten und der Todesfälle stark zurückgegangen ist. Wir sollten uns nicht wieder von Lauterbach und Co. Angst machen lassen. Angst ist ein gefährlicher Ratgeber, vor allen Dingen dann, wenn Angst politisiert wird! Frau Dr. med Angela Spelsberg, selbst Epidemiologin und Virologin, erklärte in einer Talkshow

„Man muss sich schon hinsetzen und die Zahlen richtig analysieren“ und machte damit eine Anspielung auf die Warnungen ihres Ex-Mannes Prof. Lauterbach.

Und weiter: „Ich finde es nicht korrekt, wenn man nach Ablauf einer derartig milden Infektion behauptet, es wäre der größte Killer und die größte Gefahr. Das sind alles Hypothesen gewesen, die darauf beruht haben, dass man gesagt hat, ‚es ist ein neues Virus‘“.       

 

Die Politik verließ sich und verlässt sich bei den Zahlen hauptsächlich auf das RKI und den Virologen Prof. Dr. Drosten. Andere Virologen, Epidemiologen und Lungenfachärzte (z.B. Prof. Bhakdi und Dr. Wodarg), die das Infektionsgeschehen völlig anders beurteilen, kamen und kommen überhaupt nicht zu Wort. Das hätte vermutlich nicht in die Bekämpfungsstrategie von Merkel und Co. gegen das Virus gepasst. Selbst die Studienergebnisse der Heinsberg –Studie von Prof. Streeck (die von ihm hoch gerechnete Mortalitätsrate liegt bei 0,37 % und nicht zwischen 4-7 % wie das RKI behauptet hatte) sind ihnen ein Dorn im Auge. Inzwischen wurden die Zahlen von Prof. Streeck durch verschiedene neue Studien bestätigt (0,1-0,4 %) Auch die Aussage des Hamburger Rechtsmediziners Prof. Püschel „In Hamburg ist niemand ohne Vorerkrankung an Corona verstorben“ passte nicht wirklich in ihr Konzept. Hätte Jens Spahn damals die Meinungen der anderen Wissenschaftler zur Kenntnis genommen, dann würde er sich jetzt auch nicht entschuldigend erklären müssen. Ich zitiere: „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen versichern, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“

Späte Einsicht, die für die Zukunft hoffen lässt.    

 

Andererseits dürfen die Risiken einer SARS-CoV-2- Infektion natürlich auch nicht klein geredet werden. Viruserkrankungen können für einen bestimmten Personenkreis tödlich enden – und das gilt nicht nur für SARS-CoV-2. Aber war ein genereller Lockdown eine angemessene Maßnahme zur Bekämpfung des Virus? Hätten nicht ein Verzicht auf Großveranstaltungen, Vermeidung von Menschenansammlungen und Mindestabstandhaltung sowie Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen Räumen gereicht?

 

Naja, hinterher ist man immer schlauer (siehe auch Jens Spahn), aber wären gezielte Schutzmaßnahmen in sensiblen Einrichtungen wie Kliniken und Seniorenheimen nicht sinnvoller gewesen? Extreme Hygiene-Maßnahmen, 100%iger Schutz und lückenlose Tests für Ärzte und Pflegepersonal sind die wichtigsten Voraussetzungen zur Verhinderung der weiteren Verbreitung des Virus in Kliniken. Alle Hygienemaßnahmen sollten übrigens auch für das Reinigungspersonal gelten. Ansonsten wird die Klinik zur „Brutstätte“ des Virus, da die Kontaminationsgefahr und die Infektionsgefahr auf den Covid- Stationen aufgrund der hohen Viruslast Schwersterkrankter besonders hoch ist! Das erklärt u.a. auch weshalb in Italien und Spanien die Mortalitätsrate während der „ersten Welle“ in einigen Kliniken besonders hoch war und weshalb das überarbeitete Personal im Dauerstress nicht verschont blieb. Schutzkleidung und geeignete Masken fehlten teilweise ganz oder wurden mehrmals verwendet, da sie Mangelware waren. So gehörten etliche Ärzte und Pflegekräfte zu den Opfern und haben das Virus weiter verbreitet.

 

Vereinzelte Fälle traten auch in deutschen Kliniken auf (z.B. Bruchsaal, Zwickau, Dortmund, Hamburg). So fand Covid-19 laut „Hamburger Abendblatt“ seinen Weg auf die sensiblen Krebsstationen des UKE in Hamburg und tötete elf Menschen. Eine junge Frau aus unserem Landkreis war eines der Opfer. Eindeutige Übertragungswege ließen sich angeblich nicht aus den bisher durchgeführten Analysen ableiten. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Einhaltung der Vorgaben für die Hygiene in Krankenhäusern ist und wie wichtig es ist, Schwachstellen in Kliniken aufzuspüren und zu beheben. Die Niederländer sind uns da einiges voraus. Ein Lockdown und strenge Ausgangsbeschränkungen hätten solche Tragödien auch nicht verhindern können! Gezielte Maßnahmen wären effektiver gewesen!          

 

Inzwischen hat man aus den Fehlern gelernt. Die Kliniken sind besser auf „Worst Case Szenarien“ vorbereitet und die Seniorenheime haben sich auch mit Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmitteln versorgt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind verbessert worden und es gibt etliche Studien über den richtigen Umgang mit Schwerkranken, die über verschiedene Marker rechtzeitig identifiziert werden können.

 

„Jeder von uns wird sich freuen, wenn er bereits eine Corona-Infektion ohne Symptome oder mit erkältungsartigen Symptomen gut überstanden hat. Aber was kennzeichnet nun diejenigen, die schwer betroffen sind? Die, die beatmet werden (müssen?)? Die, die daran sterben? Wir kennen alle die Bilder der Intensivstationen von Bergamo oder New York und niemand von uns möchte dort in einer solchen Hölle jemals landen. Leider wird von der Politik (und auch von manchen Virologen) der Eindruck vermittelt, dass insbesondere das Alter und Risikoerkrankungen des Patienten die einzigen Parameter sind, die entscheiden, ob jemand mit COVID-19 auf der Intensiv landet oder nicht. Und dass es halt manche trifft und manche eben nicht, ähnlich wie beim Roulette. Wie wenn es persönliches, unbeeinflussbares Schicksal sei, ob man schwer erkrankt. Oder eben nicht - und man hier nur hoffen könne. Das ist eine unvollständige und verzerrte Darstellung der Studiendaten der Erkenntnislage, die sich aus den zahllosen Arbeiten zum Thema aus den letzten Monaten ergibt! Jeder hat die Möglichkeit, Einfluss auf seine Gesundheit auszuüben und in Eigenverantwortung zu handeln“, so Dr. med. Torsten Albers, Sport- und Ernährungsmediziner aus der Schweiz.   

 

Fettleibigkeit als eigenständiger Risikofaktor für schwere Covid-Verläufe

 

Bislang ging man davon aus, dass vor allem nur ältere Menschen aufgrund eines geschwächten Immunsystems und Personen mit verschiedenen Vorerkrankungen wie chronischen Herz-, Lungen- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes und einigen Krebsarten besonders schwer betroffen sein könnten. Weniger bekannt war, welche anderen Faktoren den Schweregrad des Verlaufs einer SARS-CoV-2- Infektion beeinflussen, da zum Teil auch jüngere Patienten schwere Verläufe hatten. Dabei war aufgefallen, dass alle jüngeren Patienten fettleibig waren. Egal ob jung oder alt, ob mit oder ohne Vorerkrankung, war der „Männerbauch“ ein zusätzlicher und eigenständiger  Risikofaktor!   

 

Wie kann man sich vor schweren Covid-Verläufen schützen?

 

Wie kann man verhindern, dass es zu solchen „Worst Case Szenarien“ kommt? Beachtung der sog. AHA-Regeln greift hier nur teilweise und ist bei langfristiger und überzogener Durchführung eher kontraproduktiv.  Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die AHA-Regeln zwar okay, solange das Masken-Wirrwarr und der Desinfektionshype nicht auf die Spitze getrieben werden. Aber irgendwann müssen wir wieder zur Normalität kommen. ….und das nicht erst, wenn ein Impfstoff auf dem Markt ist,…. falls es überhaupt jemals einen effektiven und sicheren Impfstoff geben wird, der uns gegen SARS-CoV-2 Immunität über einen längeren Zeitraum verleiht. Vielleicht werden wir bis dahin auch gar keinen Impfstoff mehr benötigen, da SARS-CoV-2 durch Mutation mildere Infektionen verursacht. So ist bereits eine mutierte Variante in Ostasien aufgetreten, die mildere Infektionen verursacht. Insgesamt gibt es erste Hinweise, dass sich das Coronavirus abschwächt. Davon abgesehen scheinen Personen, die schon einmal Kontakt mit anderen Corona-Erkältungsviren hatten, eine Teil- bzw. Hintergrundimmunität gegen SARS-CoV-2 zu haben. Auf Empfehlung von Prof. Streeck sollten wir uns mit den SARS-CoV-2- Viren arrangieren, anstatt einzig und allein auf einen Impfstoff zu setzen, der womöglich weder effektiv noch sicher ist.   

 

Wir brauchen Bakterien und Viren für das tägliche Leben, sie sind unsere Partner und wer sie beseitigt, bekämpft sich selbst. Unser Körper braucht die tägliche Auseinandersetzung mit Viren und Bakterien, um „im Training“  zu bleiben.  

 

Daher macht es keinen Sinn alle Gegenstände zu desinfizieren und in der freien Natur die Maske aufzusetzen, wenn weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist. Spanien ist das beste Beispiel dafür, wohin das führt! Auch das strenge Ausgangsverbot hat sich hier nicht bewährt.

 

Langfristig sollte man sich überlegen, wie man das Problem ursächlich anpackt. Bei allen schwerwiegenden Verläufen versagte das Immunsystem. Daher muss exakt hier angesetzt werden. Wie bekommt man ein robustes Immunsystem, das bei hoher Anforderung nicht die Balance verliert? 

 

 

Der Bauch muss weg, egal ob vorerkrankt oder nicht!

 

Die elementaren Pfeiler für ein stabiles Immunsystem sind eine gesunde Ernährung, Sport und viel Bewegung an der frischen Luft. Daneben sind soziale Kontakte, wenig Stress und ausreichend Schlaf von Bedeutung. Auf Nikotin sollte man verzichten und Alkohol nur in Maßen genießen.

Allein wegen zu viel Salz, Fett und Zucker gibt es in Deutschland pro Jahr 160000 Tote. Empfehlenswerte Lebensmittel sind z.B.: Fisch, Geflügel, pflanzliche Öle und Nüsse mit hohem Omega-3-Gehalt, Gemüse etc.

Sport und Bewegung stärken das Immunsystem und versorgen den Körper mit mehr Sauerstoff. Übungen zur Kräftigung der Muskulatur verringern zudem das Krankheitsrisiko. Der Berufsverband Deutscher Internisten empfiehlt daher seit Jahren nicht nur Ausdauersport, sondern vor allen Dingen Kraftsport ins Fitnessprogramm aufzunehmen. Erfahrungsberichte von Diabetologen, Internisten und Sportmedizinern  sowie neuere Studien bestätigen die gesundheitlichen Vorteile gezielten Muskeltrainings auf das Immunsystem.

 

Also packen wir es an und arrangieren uns mit den Viren. Jeder ist letztendlich für seinen eigenen Körper verantwortlich. Corona wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Daran ändert auch kein Impfstoff etwas - schon gar nicht, wenn dieser auf Druck der Politik durch alle Phasen bis zur Zulassung „durchgeprügelt“ wird. Da werden schon leicht einmal „Rote Ampeln“ übersehen. Unter dem Deckmantel von Corona ist so einiges möglich gemacht worden. Die Kollateralschäden werden uns noch Jahre verfolgen!

 

 

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Wilfried Dubbels

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dr. Andreas Müller (Freitag, 11 September 2020 17:22)

    Guter Artikel!