Curcuma für Muskelaufbau?

 

Curcuma-Extrakt für Gesundheit und Muskelaufbau!

 

Von Wilfried Dubbels

 

Intensive Forschungen beschäftigen sich seit Jahren mit der traditionellen ayurvedischen Heilpflanze Curcuma und insbesondere mit ihrem sekundären Pflanzeninhaltsstoff Curcumin. Als präventiver Nahrungsbestandteil gegen Entzündungskrankheiten im Fokus der Wissenschaft, könnte Curcumin auch für intensiv trainierende Sportler von Bedeutung sein.

 

Curcumin ist wesentlicher Bestandteil des Curcuma-Extrakts aus dem Wurzelstock der getrockneten Droge. Weitere Bestandteile sind Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin. Diese Bestandteile werden unter dem Sammelbegriff Curcuminoide zusammengefasst. Curcuma wird in Indien, China und anderen asiatischen Ländern angebaut. Der Extrakt wird in der chinesischen Medizin sowie in der westlichen Welt bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt. In der ayurvedischen Medizin wird Curcumin seit Jahrhunderten als Mittel gegen Entzündungen eingesetzt. Wissenschaftler aus Singapur haben nun herausgefunden, dass das gelbe Pulver darüber hinaus die Gedächtnisleistung deutlich zu steigern vermag und imstande ist, die Ablagerungen bei Alzheimer zu hemmen.

 

Auch die Medizin der westlichen Welt ist von den vielfältigen Heilwirkungen des Curcumins überzeugt. So berichten Wissenschaftler von der Johns Hopkins Universität in der Fachzeitschrift „Clinical Gastroenterology and Hepatology“, dass Inhaltsstoffe aus Kurkuma die Anzahl und Größe von Darmpolypen reduzierten. In Tierversuchen mit Mäusen konnte bereits eine Metastasen hemmende Wirkung bei Brustkrebs festgestellt werden. Durch andere Studien wurde bestätigt, dass Curcumin als natürliches und relativ starkes Antioxidans wie ein Schmerzmittel wirkt. Curcumin kann zwar nicht den Testosteronwert erhöhen, wie häufig von einigen Supplementvertreibern behauptet wird, aber es kann die Regeneration nach einem zermürbendem Training beschleunigen und den Weg für eine optimale Fettverbrennung ebnen. Vermutlich sind diese vielfältigen Wirkungen auf den entzündungshemmenden Effekt zurückzuführen!  

 

Curcumin kann durch Abfangen von reaktivem Sauerstoff die Entzündungskaskade unterbrechen und so Kollateralschäden verhindern. Das Entzündungsgeschehen wird über Kontrolle des Transskriptionsfaktors NF-kB eingedämmt. Diese Verbindung spielt als zentraler Vermittler bei Entzündungen eine Schlüsselrolle. Durch Curcumin wird die Aktivität des Transskriptionsfaktors NF-kB unterdrückt. Die Modulation des Transskriptionfaktors spielt vermutlich auch eine Rolle in der Myogenese und wirkt sich positiv auf die Muskelregeneration aus, ohne Wachstumsreize auszubremsen. Ähnliche Mechanismen werden bei den antioxidativen Vitaminen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen im natürlichen Verbund als Nahrungsbestandteile von Obst und Gemüse nachgewiesen. Antioxidativ wirkende Nahrungsbestandteile in Lebensmitteln schalten das Entzündungsgeschehen nicht völlig aus, wie ein entzündungshemmendes Schmerzmittel oder ein hoch dosiertes Vitaminsupplement, sondern dämmen es lediglich ein. Deshalb ist auch nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen, wovon sportlich aktive Menschen besonders profitieren: Stoffwechsel- und Wachstumsreize nach sportlicher Belastung werden nicht ausgebremst, da ein ausgewogenes Gleichgewicht der freien Radikale erhalten bleibt (siehe auch antioxidative Vitamine).

 

Viele Studien sprechen dafür, dass Curcumin am besten vom Körper aufgenommen wird, wenn der Gesamtextrakt der Gelbwurzel verwendet wird. Durch Piperin, einen Inhaltsstoff des schwarzen Pfeffers, wird die Aufnahme beschleunigt. Somit wäre Curry, eine indische Gewürzmischung, die unter anderem Curcuma und schwarzen Pfeffer enthält, eine gesunde Alternative zu den synthetischen entzündungshemmenden Schmerzmitteln. Sie können Curcuma aber auch zusammen mit schwarzem Pfeffer unter den Magerquark mischen und etwas Leinöl dazu geben.  

 

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