Schutz vor Osteoporose und Haltungsschäden

 

Schutz vor Osteoporose und Haltungsschäden

                        

Von Wilfried Dubbels

 

Bereits leichte sportliche Aktivitäten reichen aus, um die Gesundheit im Alter zu stärken. Schon ein Krafttraining mit moderatem, aber progressivem Widerstand stärkt Muskulatur und Knochen und kann vor Muskelschwund sowie Osteoporose schützen.

 

Ein kräftiges und elastisches Bewegungssystem ist der beste Schutz vor Knochenbrüchen bei einer bestehenden Osteoporose, so Prof. Dr. med. Gernulf Garbe. Muskeltraining unter professioneller Anleitung ist dabei wesentlich effektiver als Krankengymnastik, da die Wachstumsreize stärker sind und durch die Vielzahl von Übungen kein Gewöhnungseffekt eintritt. Hierbei können die Einrichtungen von Fitnesscentern, die über rehabilitationsgeschultes Personal verfügen, genutzt werden. Muskeltraining sollte einen führenden Platz in der Bewegungstherapie von Osteoporosepatienten einnehmen. Körperliches Training fördert die Mineralisierung des Knochens. Anhand von Studien mit trainierten Versuchsteilnehmern konnte festgestellt werden, dass die Knochenmasse einer Person günstig durch entsprechende Muskelmasse beeinflusst wird. Durch eine weitere Studie konnten die günstigen Auswirkungen auf den Knochenmineralgehalt alter Menschen einer geriatrischen Einrichtung belegt werden.   

 

 

Muskeltraining wird in zunehmendem Maße als Freizeitsport betrieben. Auch für Menschen, die muskuläre Defizite und Haltungsschäden in Fitnesscentern zu kompensieren suchen, hat das Training präventive Bedeutung. Schäden an Sehnen, Bindegewebe und Gelenken können durch eine kräftige Muskulatur ausgeglichen werden. Eine ungleich entwickelte Muskulatur kann häufig schon bei Kindern festgestellt werden. Im Laufe des Alters verstärken sich die Dysbalancen durch einseitige, alltägliche oder berufliche Belastung und können schließlich in chronische Beschwerden münden, wenn nicht durch ein gut organisiertes Muskeltraining, das auch ein Stretchingprogramm enthält, gegengesteuert wird, berichtet Prof. Dr. med. Gernulf Garbe in dem Fachmagazin „Orthopädische Praxis“.   

 

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